Webseiten & Sichtbarkeit
Verständliche Sprache ist kein Nischenthema für soziale Einrichtungen. Sie stärkt Vertrauen, Conversion und digitale Sichtbarkeit – für Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze, Handwerk und Praxen gleichermaßen.
Viele Unternehmen investieren viel Zeit in Design, Suchmaschinenoptimierung und Social Media. Sie feilen an Farben, an Buttons, an Ladezeiten, an Hashtags. Doch häufig scheitert die Kommunikation an einem schlichten Problem: Die Texte sind für viele Menschen schwer verständlich.
Lange Schachtelsätze. Fachbegriffe ohne Erklärung. Passivsätze, in denen unklar bleibt, wer eigentlich gemeint ist. Informationen, die ein Fachwissen voraussetzen, das längst nicht jeder Besucher mitbringt. Das Ergebnis: Besucher steigen frühzeitig aus, rufen statt zu lesen an, brechen Buchungsprozesse ab, wechseln zur Konkurrenz. Und das nicht, weil das Angebot schlechter wäre – sondern, weil die Verständigung misslingt.
Dabei profitieren längst nicht nur Menschen mit Behinderungen von einer klaren Sprache. Auch ältere Menschen, internationale Besucher oder Menschen mit wenig Fachwissen möchten Informationen schnell und einfach verstehen. Kunden unter Zeitdruck, die mit dem Smartphone in der Hand nach der wichtigsten Information suchen. Menschen, die in der Eile einer Buchungsentscheidung nicht lesen möchten, sondern verstehen müssen.
Verständliche Webseiten sind deshalb kein Nischenthema, sondern eine Frage zeitgemäßer Kommunikation. Sie schaffen Vertrauen, senken die Zahl der Rückfragen, verbessern die Conversion und leisten einen Beitrag zur digitalen Barrierefreiheit. Wer sich heute damit beschäftigt, investiert nicht in eine Pflichtübung, sondern in eine Grundlage, die alle Besucher betrifft – unabhängig von Alter, Bildung oder technischem Vorwissen.
Dieser Artikel erklärt, was Leichte Sprache ist, worin sie sich von der Einfachen Sprache unterscheidet, welche Menschen davon profitieren, welche gesetzlichen Entwicklungen für Unternehmen relevant sind – und wie die eigene Website Schritt für Schritt verständlicher wird. Praxisnah, branchenübergreifend und ohne Rechtsberatung.
Leichte Sprache ist eine besonders strenge Form der verständlichen Sprache. Sie wurde ursprünglich für Menschen mit Lernschwierigkeiten entwickelt und folgt festen Regeln, die in einem Regelwerk des Netzes Menschen e. V. zusammengefasst sind. Ziel ist es, Texte so aufzubereiten, dass sie auch von Menschen mit kognitiven Einschränkungen verstanden werden.
Leichte Sprache ist eine Sprachform mit klaren Vorgaben für Wortschatz, Satzbau, Gliederung und Gestaltung. Sie verwendet kurze Wörter, kurze Sätze, klare Bilder, große Schrift, deutlichen Kontrast und eine Vorlese-freundliche Struktur. Fachbegriffe werden erklärt oder vermieden. Zusätzliche Erklärungen in Form von Pronomen, Schildern oder Symbolen ergänzen den Text. Wer in Leichter Sprache schreibt, folgt einem Regelwerk – und lässt den Text idealerweise von einer Prüfgruppe mit Lernschwierigkeiten gegenlesen.
Die wichtigsten Regeln der Leichten Sprache in der Übersicht:
Ziel der Leichten Sprache ist es, Informationen so zugänglich wie möglich zu machen – für Menschen, die Sprache, Lesen oder komplexe Sachverhalte besonders schwer erfassen. Wer konsequent in Leichter Sprache schreibt, verständigt sich mit einer Zielgruppe, die in der klassischen Webkommunikation oft übersehen wird. Gleichzeitig profitiert davon auch die breite Öffentlichkeit, weil kurze Sätze und klare Bilder fast alle Leser schneller erfassen lassen.
Einfache Sprache ist der jüngere, deutlich liberalere Verwandte der Leichten Sprache. Sie verzichtet auf das strenge Regelwerk, behält aber die Grundanliegen bei: klare Sätze, bekannte Wörter, erkennbare Struktur, erklärende Überschriften.
Während Leichte Sprache ein geprüftes Regelwerk ist und im Idealfall von einer zertifizierten Prüfgruppe freigegeben wird, ist Einfache Sprache ein Qualitätsstandard, den viele Redaktionen mit etwas Sorgfalt selbst erfüllen können. Einfache Sprache erlaubt längere Sätze als Leichte Sprache, mehr Fachbegriffe (sofern sie erklärt werden), weniger strenge Bildvorgaben und eine natürlichere Erzählweise.
| Merkmal | Leichte Sprache | Einfache Sprache |
|---|---|---|
| Regelwerk | Streng, geprüft, zertifizierbar | Empfehlungen, selbst umsetzbar |
| Satzlänge | Sehr kurz (ca. 8 Wörter pro Satz) | Kurz (ca. 15 Wörter) |
| Wortschatz | Maximale Vereinfachung | Alltagssprache, Fachbegriffe erklärt |
| Bilder | Pflicht pro Abschnitt | Empfohlen |
| Trennung | Wörter mit Bindestrich (Internet-seite) | Wörter normal geschrieben |
| Eignung | Menschen mit kognitiven Einschränkungen | Breite Zielgruppe inkl. Nicht-Muttersprachler |
| Aufwand | Hoch, fachliche Prüfung ratsam | Mittel, im Unternehmen machbar |
Leichte Sprache empfiehlt sich, wenn eine Einrichtung Menschen mit kognitiven Einschränkungen adressiert oder wenn barrierefreie Kommunikation ausdrücklich gewünscht ist – etwa in sozialen Einrichtungen, in der Behindertenhilfe, bei Behörden oder in Veröffentlichungen für Betroffen-Gruppen. Einfache Sprache reicht aus, wenn die Grundbotschaft für eine breite Zielgruppe schnell erfassbar sein soll: in Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätzen, Praxen, Handwerksbetrieben und Vereinen, die viele unterschiedliche Besucher mit unterschiedlicher Vorbildung erreichen wollen.
In der Praxis ist für die meisten Unternehmen ein Mittelweg sinnvoll: klare Standardsprache im Hauptangebot, ergänzende Einfache Sprache für zentrale Entscheidungsinhalte (Wie buche ich? Wie erreiche ich den Betrieb? Was kostet die Leistung?) und – wo sinnvoll – eine Dokumentversion in Leichter Sprache für Basisinformationen wie Aufnahme, Leistungen oder Hausordnung.
Eine häufige Annahme ist, dass verständliche Sprache ausschließlich Menschen mit Behinderungen zugutekommt. Das stimmt nicht. Eine klar formulierte Website hilft sehr viel mehr Menschen, als es auf den ersten Blick scheint.
Dazu kommen Menschen mit fehlender Brille, mit Ablenkung, mit Lese-Schwäche oder schlicht mit wenig Zeit und einem vollen Postfach. Verständliche Sprache ist keine Ausnahme für wenige – sie ist die Realität der meisten Leser.
Verständlichkeit ist kein Altruismus. Sie hat messbare wirtschaftliche Wirkungen. Wer Texte klar formuliert, gewinnt an mehreren Fronten gleichzeitig.
Wer WebView oder Buchungsabbrüche analysiert, sieht oft: Probleme liegen nicht am Produkt, sondern an der Sprache. Eine unklare Anreisebeschreibung, ein verwirrendes Stornierungsformular, ein Formular ohne erkennbaren Abschluss – all das sind Sprachprobleme, keine Designprobleme. Wer hier nachbessert, gewinnt Buchungen, ohne das Produkt zu verändern.
Verständliche Sprache ist nicht auf soziale Einrichtungen beschränkt. Sie hilft in jeder Branche, die Kunden, Gäste oder Antragsteller schriftlich erreicht. Einige Beispiele aus der Praxis:
Hotels erklären viele Inhalte, die jeder Gast kennen muss: Anreise, Check-in, Zimmerausstattung, Wellness-Bereich, Hausregeln, Stornierung. Wer diese Texte klar formuliert, spart Anrufe und verbessert die Gästebefindlichkeit.
Oft sind es gerade die scheinbar kleinen Texte, die schnell Wirkung zeigen: Statt „Die Nutzung der Wellness-Oase erfordert die schriftliche Reservierung 24 Stunden vor der geplanten Inanspruchnahme" heißt es einfacher: „Bitte reservieren Sie Ihren Wellness-Termin einen Tag vorher."
Vermieter von Ferienwohnungen haben eine besonders internationale und heterogene Zielgruppe – vom Stammgast aus der Region bis zum ausländischen Gast mit Schul-Deutsch. Verständliche Texte entscheiden oft über Direktbuchung oder Portal.
Campingplätze haben expansive Hausordnungen, Platzpläne und Check-in-Abläufe. Wer die wichtigsten Inhalte klar formuliert, erhält weniger Anfragen und mehr zufriedene Gäste.
Soziale Einrichtungen haben eine besondere Verpflichtung zur Verständlichkeit – nicht nur, weil viele Klienten selbst mit kognitiven Einschränkungen leben, sondern auch, weil Angehörige Entscheidungen unter Druck treffen.
Handwerksbetriebe wie Dachdecker, Elektriker, Maler, Sanitärbetriebe haben oft technische Inhalte, die Laien schwer erfassen. Eine verständliche Leistungsbeschreibung baut Vertrauen – und beschleunigt die Auftragsentscheidung.
Auch Arztpraxen, Kanzleien, Ämter und Vereine haben Besucher, die fürchten, etwas falsch zu machen. Verständliche Formulare, klare Hinweise, einfache Schritt-für-Schritt-Anleitungen nehmen Besuchern die Angst und senken die Zahl der Rückfragen. Gerade für öffentliche Einrichtungen ist Verständlichkeit heute eine Frage der Grundversorgung.
Häufiger Einwand: „Kurze Sätze und einfache Wörter – nützt das Google nicht weniger?" Die Antwort ist: Doch. Verständliche Inhalte sind kein Ersatz für SEO, aber eine sinnvolle Ergänzung.
Google bewertet Webseiten nach dem, was Besucher tun. Wer eine Seite schnell verlässt, signalisiert: Dort war das Gesuchte nicht. Wer weiterliest, scrollt, klickt, verweilt, sendet das entgegengesetzte Signal. Kurz gesagt: Verständlichkeit senkt die Absprungrate und verlängert die Verweildauer – zwei starke Signale, die Google bei der Bewertung einer Website berücksichtigt.
Verständliche Inhalte helfen Google auch dabei, die Frage des Besuchers zu verstehen. Eine klare Anreisebeschreibung, eindeutige Stornierungsbestimmungen, eine Antwort in drei Sätzen – all das sind genau die Inhalte, die Google als Featured Snippet oder als direkte Antwort anzeigen kann. Wer klare Formulierungen wählt, gewinnt an beiden Enden: Leser wie Google profitieren.
Verständliche Sprache ersetzt also keine strukturierte SEO-Arbeit. Sie ergänzt eine Website sinnvoll. Sie sorgt dafür, dass die Inhalte, die ohnehin wichtig sind, auch tatsächlich gelesen – und verstanden – werden. Mehr zur Kombination aus SEO und Nutzererfahrung im Beitrag zur internen Verlinkung von Webseiten.
Auch KI-Systeme profitieren von logisch aufgebauten, verständlichen Inhalten. ChatGPT, Google Gemini, Perplexity und Google AI Overviews suchen nach klaren, strukturierten Antworten. Eine Website mit klaren Definitionen, eindeutig strukturierten FAQ-Antworten und logisch verknüpften Inhalten ist für KI-Systeme deutlich leichter zu erfassen – und wird eher als vertrauenswürdige Quelle zitiert.
Das ist kein Zufall: KI-Systeme verarbeiten Informationen ähnlich wie Menschen – auch wenn sie mit Sprache anders umgehen. Wer in kurzen Sätzen schreibt, Überschriften klar setzt und Fachbegriffe erklärt, hilft der KI zu verstehen, worum es geht. Unverständliche, verschachtelte Texte ohne klare Struktur werden seltener zitiert – weil es für die Maschine schwieriger ist, den Kern herauszufiltern.
Wer zudem strukturierte Daten (Schema-Markup) einsetzt und klare Definitionen liefert, erhöht die Wahrscheinlichkeit, in KI-gestützten Empfehlungen genannt zu werden – von ChatGPT-Empfehlungen über Google AI Overviews bis zu Perplexity-Antworten. Verständliche Sprache ist deshalb nicht nur ein Beitrag zur Barrierefreiheit, sondern auch ein Werkzeug der Generative Engine Optimization (GEO).
In den vergangenen Jahren hat sich die gesetzliche und normative Landschaft rund um digitale Barrierefreiheit verändert. Eine vollständige Aufzählung aller Vorschriften würde den Rahmen dieses Artikels überschreiten und kann eine juristische Beratung nicht ersetzen. Ein Überblick hilft dennoch, sich zu orientieren.
Im Juni 2025 ist das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) inkraftgetreten. Es setzt EU-Vorgaben um und erweitert die Pflicht zu barrierefrei zugänglichen Produkten und Dienstleistungen auf weitere Bereiche, darunter auch digitale Angebote bestimmter Akteure. Ziel ist ein einheitliches Verständnis von Barrierefreiheit innerhalb der EU.
Die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV) setzt fürTräger öffentlicher Leistungen Vorgaben um, wie Internetauftrritte gestaltet sein müssen. Sie orientiert sich an internationalen Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) und betrifft Behörden, kommunale Träger und öffentliche Einrichtungen.
Bei all diesen Entwicklungen gilt: Barrierefreiheit ist kein starres Pflichtprogramm, sondern ein Querschnittsthema. Verständliche Sprache, klare Struktur, saubere Technik, Kontraste, Tastaturnavigation, Alternativtexte für Bilder und klare Formulare wirken zusammen. Verständliche Sprache ist ein Baustein, kein Selbstzweck.
Dieser Überblick ersetzt keine juristische Beratung. Wer verbindlich prüfen möchte, wie gesetzliche Verpflichtungen im eigenen Einzelfall aussehen, sollte eine Fachanwaltschaft oder spezialisierte Beratungsstelle hinzuziehen. Die Stabenhof Digitalberatung unterstützt bei der inhaltlichen und redaktionellen Umsetzung, nicht bei der juristischen Verbindlichkeitsprüfung.
Viele Websites wiederholen dieselben Sprachmuster, die das Verständnis erschweren. Hier die häufigsten Fehler – und wie sie vermieden werden.
Diese Fehler sind keine Kleinigkeiten. Jeder einzelne kostet Leser, Anfragen und Buchungen. Und jeder ist mit wenig Aufwand korrigierbar.
Zwei Beispiele aus unterschiedlichen Branchen zeigen, wie der Unterschied in der Praxis aussieht.
Vorher: „Die Schlüsselübergabe erfolgt in der Regel am Anreisetag ab 15 Uhr am Wohnobjekt, soweit nicht vorheriges Einverständnis über abweichende Zeiten kommuniziert wurde."
Nachher: „Ihr Ferienhaus ist ab 15 Uhr bezugsfertig. Den Schlüssel bekommen Sie bei Frau Schneider im Erdgeschoss. Kommen Sie später als 18 Uhr? Rufen Sie uns vor der Anreise an."
Vorher: „Die Aufnahme kann erfolgen, wenn ein entsprechender Pflegeplatz in der gewünschten Versorgungsform frei ist und die Unterlagen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen eingereicht wurden."
Nachher: „Wir nehmen auf, wenn ein passender Pflegeplatz frei ist. Bitte reichen Sie folgende Unterlagen ein: Pflegebescheid, Einnahmen-Übersicht, Personalausweis. Wir melden uns innerhalb von zwei Wochen bei Ihnen."
Beide Nachher-Versionen sind kürzer, benennen die Verantwortlichen, sagen klar, was nun zu tun ist. Wer so formuliert, gewinnt Vertrauen – und Anfragen.
Die Stabenhof Digitalberatung hilft Unternehmen, Webseiten verständlicher, übersichtlicher und nutzerfreundlicher zu gestalten. Dazu gehören:
Falls Inhalte in normgerechter Leichter Sprache benötigt werden, arbeitet die Stabenhof Digitalberatung mit spezialisierten Fachübersetzerinnen und Fachübersetzern zusammen oder empfiehlt geeignete Partner. Die redaktionelle Vorbereitung übernehmen wir, die Prüfung nach strengem Regelwerk erfolgt durch zertifizierte Stellen.
Infobox: Verständliche Webseiten auf einen Blick
Baustein Wirkung Kurze Sätze Besucher erfassen Inhalte schneller Erklärte Fachbegriffe Niemand wird ausgeschlossen Klare Zwischenüberschriften Besucher finden das Gesuchte Bilder mit Alt-Text Vorlese-Programme und sehbehinderte Menschen mitnehmen FAQ & Glossar Weniger Rückfragen, mehr Sichtbarkeit bei KI Strukturierte Daten KI und Google erkennen den Inhalt korrekt Konsistente Sprache Vertrauen, professioneller Eindruck
Verständliche Sprache ist kein Nischenthema mehr. Sie verbessert die Nutzererfahrung, stärkt das Vertrauen und macht Informationen für deutlich mehr Menschen zugänglich – vom älteren Hotelgast über die Angehörige eines Pflegebedürftigen bis zur internationalen Besucherin einer Ferienwohnung.
Unternehmen, die ihre Inhalte klar strukturieren und verständlich formulieren, schaffen nicht nur bessere Voraussetzungen für ihre Besucher, sondern investieren gleichzeitig in eine moderne und barriereärmere digitale Kommunikation. Sie senken Rückfragen, erhöhen die Conversion und stärken ihre Sichtbarkeit – bei Google wie bei KI-Systemen.
Wer heute damit beginnt, hat in wenigen Wochen spürbare Effekte. Wer weiter wartet, verliert Besucher, die das Suchen aufgeben – und an die Konkurrenz verlieren. Die Entscheidung liegt beim Unternehmen. Wir helfen Ihnen gern dabei.
Die Stabenhof Digitalberatung unterstützt Unternehmen dabei, Webseiten verständlicher, übersichtlicher und nutzerfreundlicher zu gestalten. Dazu gehören die Optimierung von Inhalten, der Aufbau von FAQ-Bereichen, Glossaren, internen Verlinkungen sowie SEO- und GEO-Strategien. Bei Bedarf vermitteln wir zudem spezialisierte Partner für normgerechte Übersetzungen in Leichte Sprache.
Vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch – wir schauen gemeinsam an, wo Ihre Website an Verständlichkeit gewinnt und wie Sie Standardsprache, Einfache Sprache und Leichte Sprache sinnvoll kombinieren können.
Leichte Sprache ist ein strenges, geprüftes Regelwerk für Menschen mit kognitiven Einschränkungen. Einfache Sprache ist ein Qualitätsstandard für eine breite Zielgruppe, der im Unternehmen selbst umsetzbar ist. In der Praxis empfiehlt sich oft eine Kombination aus klarer Standardsprache, ergänzender Einfacher Sprache und gezielter Leichter Sprache für Basisinformationen.
Nein. Für die meisten Unternehmen reicht es, zentrale Entscheidungsinhalte klar und in Einfacher Sprache aufzubereiten. Leichte Sprache ist sinnvoll, wo eine Einrichtung Menschen mit kognitiven Einschränkungen direkt anspricht. Eine Mischung aus Standardsprache, Einfacher Sprache und gezielter Leichter Sprache reicht meist völlig aus.
Das kommt auf Träger, Branche und Inhalte an. Öffentliche Träger und bestimmte Diensteanbieter haben gesetzliche Verpflichtungen, etwa nach BFSG oder BITV. Eine allgemeine Pflicht für jede Unternehmenswebsite besteht nicht – aber Verständlichkeit ist eine Frage des Wettbewerbs und der Nutzerfreundlichkeit. Verbindliche Auskunft gibt eine juristische Fachberatung.
Die inhaltliche Überarbeitung bestehender Seiten ist in der Regel mit verhältnismäßig geringem Aufwand verbunden. Eine strukturierte Überarbeitung zentraler Seiten kostet Zeit, aber kein großes Budget. Die Erstellung normgerechter Leichter Sprache durch zertifizierte Stellen ist kostenpflichtig und wird nach Aufwand abgerechnet.
Im Gegenteil. Verständliche Sprache wirkt souverän, freundlich und klar. Wer komplexe Dinge einfach erklärt, beweist Kompetenz. Anspruchsvolle Sprache schreckt oft ab, weil sie unnötig kompliziert wirkt. Vertrauen entsteht durch Klarheit, nicht durch Fachjargon.
Ja. Verständliche Inhalte senken die Absprungrate, erhöhen die Verweildauer und liefern klare Antworten, die Google als Snippet anzeigen kann. Verständlichkeit ersetzt keine SEO-Arbeit, sondern ergänzt sie sinnvoll – wie im Beitrag zu Content vs. Werbung beschrieben.
Ja. KI-Systeme wie ChatGPT, Google Gemini oder Perplexity suchen nach klar strukturierten, verständlichen Antworten. Eine Website mit klaren Definitionen, kurzen Sätzen und logischem Aufbau wird häufiger als Quelle zitiert – ein wichtiger Baustein der Generative Engine Optimization (GEO).
Alle Branchen, die Kunden über Webseiten erreichen. Stark profitieren Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze, soziale Einrichtungen, Handwerksbetriebe, Arztpraxen, Kanzleien und Vereine. Überall dort, wo Besucher vor einer Entscheidung stehen und verlässliche Informationen suchen.
Passivsätze ohne Akteur, Schachtelsätze, Fachbegriffe ohne Erklärung, fehlende Zwischenüberschriften, lange Absätze, Bilder ohne Alt-Text, verschachtelte Negationen, Formulare ohne klare Hinweise, Videos ohne Untertitel, Abkürzungen ohne Auflösung.
Eine inhaltliche Überarbeitung der zentralen Seiten (Start, Leistungen, Kontakt, FAQ) ist in der Regel in wenigen Wochen machbar. Eine umfassende Neustrukturierung benötigt je nach Größe mehrere Monate. Erste Effekte – weniger Rückfragen, längere Verweildauer – sind oft schon nach vier bis acht Wochen sichtbar.
Für Einfache Sprache: nein. Für normgerechte Leichte Sprache: empfohlen, oft erforderlich. Eine Prüfgruppe besteht aus Menschen mit Lernschwierigkeiten, die den Text auf Verständnis prüfen. Zertifizierungen tragen das „Leichte Sprache"-Logo und sind rechtssicher. Beides organisieren spezialisierte Stellen und Fachübersetzer.
Verständlichkeit und SEO ergänzen sich: klare Antworten auf konkrete Fragen sind genau das, was Google in Featured Snippets und AI Overviews anzeigt. Google Search Console und Analytics zeigen, welche Fragen Besucher tatsächlich suchen – und welche Antworten die eigene Website liefern muss.
Voll barrierefreie Inhalte erfordern Untertitel und Transkripte. Für eine Grundversorgung mit Verständlichkeit sind Untertitel eine sinnvolle Ergänzung, die auch für nicht behinderte Zuschauer hilfreich sind – etwa in lauter Umgebung oder beim stummen Abspielen am Smartphone.
Ein Glossar erklärt zentrale Fachbegriffe einer Website. Es reicht, wenn die Inhalte komplex sind, die Begriffe aber für eine breite Zielgruppe relevant sind. Für spezialisierte Träger ist ein Glossar mit Erläuterungen ein guter Mittelweg zwischen Standardsprache und Einfacher Sprache.
Eine gute FAQ-Seite beantwortet die häufigsten Besucherfragen in ein bis drei Sätzen. Sie nimmt Mitarbeitenden Rückfragen ab und hilft Besuchern, schnelle Entscheidungen zu treffen. Strukturierte FAQ-Einträge sind gleichzeitig eine Quelle für Google Featured Snippets und KI-Antworten.
Ein vollständiges, verständlich formuliertes Google Business Profil hilft Besuchern, die wichtigsten Informationen (Öffnungszeiten, Erreichbarkeit, Adresse) sofort zu finden. Das Profil selbst kann nicht in Leichter Sprache gestaltet werden, aber die Inhalte sollten klar, korrekt und konsistent mit der Website sein.
Ja, für die meisten Seiten der Einfacher-Sprache-Stufen. Eine Anleitung, Sensibilität für häufige Fehler und ein Test mit Außenstehenden genügen oft. Für Leichte Sprache im strengen Sinn ist eine Prüfgruppe sinnvoll. Die Stabenhof Digitalberatung begleitet den Prozess und übernimmt die redaktionelle Überarbeitung.
KI-Systeme erfassen Zusammenhänge, nicht nur Begriffe. Wer klare kontextbezogene Definitionen, kurze Sätze und logische Verknüpfungen schreibt, hilft KI zu verstehen, worum es geht. Fachbegriffe allein reichen nicht – der Kontext entscheidet, wie gut die KI die Quelle bewertet.
Beginnen Sie mit den drei meistbesuchten Seiten Ihrer Website: Start, Leistungen, Kontakt. Prüfen Sie jeden Absatz auf die 15 typischen Fehler in diesem Artikel. Korrigieren Sie schrittweise. Beobachten Sie über acht Wochen, wie sich Rückfragen, Anrufe und Buchungsabbrüche verändern.
Sobald Menschen mit kognitiven Einschränkungen Teil der Zielgruppe sind – in sozialen Einrichtungen, Behörden, Selbsthilfegruppen, Behindertenhilfe, Pflegeeinrichtungen. Aber auch in touristischen Regionen mit internationaler Zielgruppe ist Einfache Sprache ein klarer Wettbewerbsvorteil – nicht Leichte Sprache, aber Verständlichkeit selbstverständlich.
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